Glückskekse

Zur chinesischen Tradition gehört es, zu besonderen Anlässen, nach dem Essen oder Tee Glückskekse zu reichen. Diese Tradition reicht bis ins 13./14. Jahrhundert zurück.

Der Mondkuchen, Vorläufer des Glückskekses

China war in dieser Zeit von den Mongolen besetzt. Das chinesische Volk wurde von ihren Besatzern unterdrückt. Weiter wurden umfangreiche Kontrollen auf dem Lande und in den Städten durchgeführt. Daher gab es unter den Widerstandsgruppen ein großes Kommunikationsproblem. Sie lösten das Problem mit dem Mondkuchen. Ein Bestandteil des Kuchens war Lotuspaste den die Mongolen nicht aßen. So war es ihnen möglich, heimlich Botschaften in den Kuchen zu schmuggeln.

Typisches Geschenk im China-Restaurant - Der Glückskeks

Typisches Geschenk im China-Restaurant - Der Glückskeks (Bild: aboutpixel.de / svair)

Niederschlagen der Mongolen

Chu Yuan Chang, ein patriotischer Widerstandskämpfer, der sich als Taoistenpriester verkleidete, ritt in die besetzten Städte und verteilte den Mondkuchen. Der Kuchen enthielt Anweisungen für einen organisierten Volksaufstand. Dadurch wurden die Besatzer niedergeschlagen und die Ming-Dynastie entstand. Seit dieser Zeit werden Botschaften im Mondkuchen eingebacken. Doch anstatt Anweisungen für einen Volksaufstand wurden von nun an Sprüche und gute Wünsche zu besonderen Anlässen eingebacken.

Der Glückskeks entsteht

Während des Baus der amerikanischen Eisenbahn wurden von 1866 bis 1869 etwa zehntausend Chinesen als billige Arbeitskräfte angeheuert. Für ihr traditionelles Mondfest und der Zubereitung des Mondkuchens fehlte den Arbeitern die notwendige Lotuspaste. So konnte für das Fest nur ein trockenes Gebäck mit verheißungsvollen Nachrichten und Glückwünschen gebacken werden. Aus dieser Zeit stammten die ersten Glückskekse.

Als die Chinesen sich später in Amerika niederließen, wurde der Glückskeks in Heimarbeit hergestellt. Heute werden sie in vielen chinesischen Restaurants nach dem Essen gereicht.


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