Smog in China: Wie sich Touristen schützen können

Der Smog in China hat ein Ausmaß erreicht, das schwere Folgen für die Gesundheit haben kann. Doch während die Einheimischen die Situation kennen und wissen, was zu tun ist, sind viele Touristen ratlos bezüglich des richtigen Verhaltens in dieser Extremsituation. So sollten Atemschutzmasken zur Standardausrüstung gehören, wenn es ins Freie geht.

Das Hotel nicht verlassen

Smog in China

Smog über Shanghai (Bild: DL5MDA/Wikipedia unter CC BY-SA 3.0)

Auch wenn Touristen anreisen, um eine fremde Stadt mit Ausflügen und Spaziergängen zu entdecken, sollte man ab einem bestimmten Grad der Luftverschmutzung besser nicht nach draußen gehen. Orientierung bietet der Luftqualitätsindex AQI, der nicht über 200 liegen sollte. Andernfalls empfehlen die Behörden jedem Menschen in der Stadt, möglichst nicht vor die Tür zu gehen.

Dies gilt vor allem für Kinder und ältere Menschen, bei denen der Smog besonders starke gesundheitliche Probleme auslösen kann. Doch auch Touristen mit Atemwegserkrankungen oder Schwangere sollten das Hotel in keinem Fall verlassen.

Atemschutzmaske tragen

Wer an Tagen mit hoher Belastung dennoch auf die Straße muss oder möchte, sollte eine Atemschutzmaske tragen. Diese Maske verhindert, dass zu viele schädliche Partikel in die Atemwege gelangen, und macht den Gang an der Luft erträglicher. Grundsätzlich sind solche Atemschutzmasken in Apotheken erhältlich, doch bei hohen Smogwerten sind sie häufig ausverkauft. Touristen sollten daher im Hotel nach einer solchen Maske fragen oder sich bei anderen Hotelgästen eine Maske ausleihen. Wege außerhalb des Hotels ohne Atemschutzmaske zurückzulegen ist extrem gesundheitsgefährdend. Verzichten sollte man – ob mit oder ohne Atemschutzmaske – auf anstrengende körperliche Tätigkeiten, die einen erhöhten Puls und ein tieferes Einatmen zur Folge haben.

Reiseapotheke für die China-Reise

In der Reiseapotheke sollte auch eine Atemschutzmaske nicht fehlen. (Bild:Marén Wischnewski – Fotolia.com)

Medizinische Behandlung

Die Krankenhäuser sind mit der Behandlung der Patienten infolge des Smogs meist überlastet. Doch Touristen, die Husten oder ähnliche Atemwegserkrankungen an sich feststellen, sollten sich in jedem Fall in medizinische Behandlung begeben. Ein leichter Husten allein macht allerdings nicht zwingend medizinische Hilfe notwendig.

Vielmehr handelt es sich dabei um eine natürliche Abwehrreaktion des Körpers, mit der die schädlichen Partikel aus den Atemwegen transportiert werden. Wenn die Symptome aber auch nach längerem Aufenthalt im Hotel anhalten, ist dies ein Zeichen für eine Atemwegserkrankung infolge des Smogs, die von einem Arzt behandelt werden sollte.

Stornierung wegen Smog

Da der Smog über Peking und anderen chinesischen Metropolen bereits seit Jahren besteht, wird er nicht als plötzlich eintretende höhere Gewalt bewertet. Touristen sollten sich also bereits vor der Buchung darüber im Klaren sein, welche gesundheitlichen Risiken es gibt und ob sie diese als Begleiterscheinung einer faszinierenden Kultur in Kauf nehmen möchten. Hoffnung gibt es jedoch in anderer Form: China überlegt eine Versicherung gegen verschmutzte Luft für Touristen anzubieten. Sie soll greifen, wenn Urlauber dem Smog mehr als zwei Tage ausgesetzt sind.


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