Der Platz des himmlischen Friedens an der Verbotenen Stadt

Der Platz des himmlischen Friedens ist der größte Platz weltweit und Versammlungsort für bis zu einer Million Menschen. Mit einer Fläche von etwa 39,6 Hektar ist er ungefähr elfmal so groß wie der Petersplatz. Auf dem Platz in Peking kann man das Tor des himmlischen Friedens, das zur Verbotenen Stadt führt, die Große Halle des Volkes sowie das neue Nationaltheater vorfinden.

Das Tor des Himmlischen Friedens im Staatswappen

Platz des himmlischen Friedens

Der Platz des himmlischen Friedens in Peking umfasst knapp 40 Hektar. (Bild: Derzsi Elekes Andor/Wikipedia unter CC BY-SA 3.0)

Der Platz des himmlischen Friedens bzw. der Tian’anmen-Platz liegt direkt im Zentrum von Peking und wurde durch einen im Jahre 1989 mit Gewalt niedergeschlagenen Protest bekannt. Das Tor des himmlischen Friedens schließt sich der Nordseite des Platzes an die Verbotene Stadt an und erscheint sogar im Wappen der Volksrepublik China.

Auf beiden Seiten vom zentralen Durchgang kann man die Aufschriften „Lang lebe die Volksrepublik China“ und „Lang lebe die große Einheit der Völker der Welt“ auf Chinesisch sehen. Erst um die Jahrtausendwende wurde publik, dass es ein Neubau ist, der nach dem alten Tor originalgetreu gebaut wurde. Die Bevölkerung dachte jahrelang, dass es sich um eine Renovierung des Tores von 1644 handelte.

Yin und Yang am chinesischen Nationaltheater

Westlich des Platzes des himmlischen Friedens befindet sich die Chinesische Nationaloper. Die architektonische Meisterleistung wurde von Paul Andreu entworfen und im Jahr 2007 eröffnet. Das Gebäude ist ellipsenförmig und erinnert stark an Yin und Yang. Vor dem aus Glas und Titan gefertigten Theater wurde ein künstlicher See angelegt, der zu den modernen Sehenswürdigkeiten von Peking zählt.

Zwischen dem Nationaltheater und dem Tian’anmen-Platz liegt die Große Halle des Volkes, wo internationale Gäste empfangen und die bedeutendsten Festlichkeiten veranstaltet werden.

Verbotene Stadt in Peking

DIe Verbotene Stadt in Peking war bis 1911 Sitz der kaiserlichen Familie. (Bild: gemeinfrei/Wikipedia)

Die Verbotene Stadt

Bis 1911 regierten hier die Kaiser Chinas, aber der Zutritt für das Volk war verboten, wodurch auch der Name zu erklären ist. Viele Gebäude sind vergoldet und einige Dächer sind in Gelb, der Farbe des Kaisers in China, glasiert. Während der Kaiserzeit durfte kein anderes Gebäude in der ganzen Stadt die Höhe der Verbotenen Stadt übertrumpfen. Die Verbotene Stadt umschließt insgesamt 9.999 ½ Räume. Man glaubt, dass nur der Himmel 10.000 Räume besitzt. Diese Zahl bedeutet Unendlichkeit und durfte deshalb nicht überschritten werden. In jeder Himmelsrichtung kann man ein Tor sehen und die Grenze der Stadt bilden eine Mauer und ein 52 Meter breiter Wassergraben. In der „Halle der Höchsten Harmonie“ fanden früher Krönungen, Eheschließungen sowie Verleihungen von Titeln statt.


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